Zwinger
Der Zwinger ist ein barockes Ensemble aus Pavillons und Galerien um einen Hof und beherbergt heute Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Diego Delso Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0
Was es ist
Der Name Zwinger bezeichnet das Gelände zwischen der inneren und der äußeren Befestigungsmauer der Stadt. Der Hof hat Rasenflächen und Brunnenbecken.
Im Zwinger befinden sich die Gemäldegalerie Alte Meister mit der Skulpturensammlung bis 1800, die Porzellansammlung und der Mathematisch-Physikalische Salon.
In der Nähe: die Semperoper und die Hofkirche stehen am Theaterplatz, wo der Zwinger die Hausnummer 1 hat. Gottfried Semper entwarf die Semperoper ebenso wie den Semperbau des Zwingers. Die eigene Website des Zwingers führt das Residenzschloss unter den Sehenswürdigkeiten in der Nähe auf.
Geschichte
August der Starke gab den Zwinger 1709 in Auftrag. Er wurde als Orangerie und Festplatz für den Hof gebaut. Matthäus Daniel Pöppelmann war der Architekt und Balthasar Permoser der Bildhauer. 1719 wurden dort die Hochzeitsfeierlichkeiten des Kronprinzen Friedrich August gefeiert, und auf der Stadtseite wurde im Anschluss an den Porzellanpavillon ein Opernhaus gebaut. Der Betreiber der Semperoper führt es unter den Opernhäusern vor Sempers auf. Die Gebäude wurden 1728 fertiggestellt.
Ab 1728 beherbergten die Pavillons und Galerien die Sammlungen des Hofes: eine Bibliothek, naturwissenschaftliche Sammlungen und Kupferstiche. Gottfried Sempers Bau wurde von 1847 bis 1855 errichtet. Er schließt den Hof auf der Elbseite ab und beherbergt die Gemäldegalerie Alte Meister. Ein Brand während des Maiaufstands von 1849 beschädigte den Zwinger, und er wurde wiederaufgebaut.
Die Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 beschädigten den Zwinger schwer. Der Wiederaufbau begann noch im selben Jahr und wurde 1963 abgeschlossen.
Kronentor und Pavillons
Das Kronentor stammt aus dem Jahr 1714. Es steht in der Mitte der langen Galerie und wird von einer Krone bekrönt. Außen, links und rechts des Tores, sind noch die Sockel der alten Festungsmauern zu sehen.
Der Wallpavillon am Wall und der Glockenspielpavillon auf der Stadtseite stehen sich über den Hof hinweg gegenüber, jeder in der Mitte einer Bogengalerie. Der Wallpavillon trägt über dem sächsischen Wappen den Hercules Saxonicus, einen Herkules, der die Weltkugel trägt. Seine Skulpturen entstanden unter der Leitung von Balthasar Permoser. Der Glockenspielpavillon hat ein Glockenspiel aus Meißner Porzellanglocken, das in den 1930er Jahren eingebaut wurde.